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Insekten als Rettung für den Planeten: Nachhaltiges Protein aus Maden und Larven – Studie der University of Queensland

Damit erhält der Begriff „Grub“ eine ganz neue Bedeutung: Die konventionelle Viehwirtschaft kann den weltweit steigenden Fleischbedarf nicht mehr decken. Bald müssen wir auf alternative Proteinquellen wie Wurst aus zerdrückten Maden zurückgreifen, warnen Forscher der University of Queensland.

Vor rund 200 Jahren lebten weniger als eine Milliarde Menschen auf der Erde. Laut UN-Schätzungen sind es heute über 7 Milliarden, und Prognosen deuten auf mehr als 10 Milliarden bis 2050 hin. Dies belastet die globale Nahrungsmittelversorgung erheblich. Deshalb hat das Team in Queensland die Integration alternativer Proteine aus Insekten und Larven untersucht.

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„Eine überbevölkerte Welt wird Schwierigkeiten haben, genügend Protein zu finden, es sei denn, die Menschen öffnen ihren Geist und Magen für eine breitere Palette an Lebensmitteln“, erklärt Prof. Louwrens Hoffman, Experte für Fleischwissenschaften. „Das größte Potenzial für nachhaltige Proteinproduktion liegt bei Insekten und neuen Pflanzenquellen.“

Obwohl viele Kulturen weltweit Insektenproteine essen, zeigen Studien: Westliche Verbraucher probieren sie nur, wenn sie stark verarbeitet und getarnt sind, betont Prof. Hoffman.

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„Insektenprotein muss in bestehende Produkte integriert werden“, rät Prof. Hoffman. „Ein meiner Studierenden hat z. B. ein köstliches Insekteneis entwickelt.“

Selbst wenn viele vor Käferburgern und Insekteneis zurückschrecken: Gruselige Krabbeltiere könnten als Hühnerfutter dienen. In Versuchen mit Larvenmehl der Schwarzen Soldatenfliege (bis 15 %) wiesen Hühner denselben Geschmack, Aroma, Saftigkeit und Zartheit auf wie getreidegefütterte.

„Wir brauchen ein besseres Verständnis für Tierfutter vs. Humanernährung und eine Neubewertung gesunder, sicherer Lebensmittel“, fordert Hoffman. „Die Geflügelindustrie sucht nachhaltigere Alternativen. Logisch: Freilaufhühner fressen Insekten und Larven.“