Gefragt von: Kate Harris, Torquay, Devon
Fische können sich selbst nicht sehen und wissen daher vermutlich nicht, wie sie aussehen. Dennoch erkennen sie zuverlässig Artgenossen und schließen sich ihnen in Schwärmen an. Als Fischbiologen mit jahrelanger Erforschung aquatischer Verhaltensmuster bestätigen Studien dies eindeutig.
Geruch spielt eine zentrale Rolle. Viele Fischarten setzen starke Pheromone frei, die nicht nur die Zugehörigkeit zur gleichen Spezies signalisieren, sondern auch Verwandtschaftsgrade wie Geschwister verraten.
Neuere Forschungen an Zebrafischen – den Modellorganismen der Fischbiologie – zeigen zudem, dass Fische Artgenossen anhand spezifischer Schwimmbewegungen identifizieren. Ein Zebrafisch folgt stundenlang einem schwarzen Punkt auf einem Bildschirm, der ruckartige Zebrafisch-typische Bewegungen simuliert. Sogar isoliert aufgezogene Tiere zeigen dieses Verhalten, was auf eine angeborene Fähigkeit hinweist.
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