- Die kalte Nase von Hunden nimmt Wärmestrahlung aus der Umgebung auf, wie eine neue Studie zeigt.
- Sie erkennen ein kleines Säugetier aus bis zu 1,5 Metern Entfernung.
- Hundenasen spüren Hitze empfindlicher als menschliche Hände.
Eine aktuelle wissenschaftliche Studie klärt auf, warum Hundenasen immer so kalt wirken: Sie fungieren als hochpräzise Wärmedetektoren.
Lange galt die Kälte mit der Körpertemperaturregulierung in Verbindung. Forscher der Universität Lund (Schweden) und der Eötvös-Loránd-Universität (Ungarn) haben nun bewiesen, dass die Nasenspitze – das Rhinarium – als Sensor dient.

In der Studie, veröffentlicht in Scientific Reports, maßen die Experten Temperaturen: Bei 30 °C Umgebungstemperatur ist die Hundenase rund 5 °C kühler, bei 0 °C sogar 8 °C wärmer. Bei 15 °C gleichen sich die Werte an.
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Die Hypothese bestätigte sich: Hunde erkennen schwache Wärmequellen, wie ein kleines Säugetier in 1,5 m Entfernung. Drei trainierte Hunde (Kevin, Delfi, Charlie) unterschieden in Doppelblindtests wärmere Objekte (12 °C über Raumtemperatur, 4 Zoll breit).
„Alle drei Hunde erkannten schwache Wärmestrahlung zuverlässig“, berichten die Autoren. Zusätzlich zeigten fMRT-Scans bei 13 wachen Hunden verstärkte neuronale Reaktionen auf vergleichbare Reize.
„Die Strahlungswärme war zu schwach für menschliche Hände, selbst in Nahdistanz. Wir spürten sie nur durch Berührung.“