Ein neu entdeckter Greifvogel-Dinosaurier belegt, dass diese faszinierenden Raubtiere den Südwesten Amerikas bis zum dramatischen Ende besiedelten.
Das 67 Millionen Jahre alte Fossil stammt aus einer Schicht, die nur eine Million Jahre nach dem katastrophalen Asteroideneinschlag datiert – dem Ereignis, das alle nicht fliegenden Dinosaurier auslöschte.
Der Dinosaurier erhielt den Namen Dineobellator notohesperus, was „Navajo-Krieger aus dem Südwesten“ bedeutet. Er ehrt die Ureinwohner der Region, in der dieses Tier einst jagte.
Als Mitglied der Dromaeosauridae-Familie, zu der auch der berühmte Velociraptor gehört, werden diese Dinosaurier oft als „Raubvögel“ bezeichnet.
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Dineobellator war ein schlankes, fleischfressendes Raubtier mit etwa zwei Metern Länge. Seine Vorderarme wiesen außergewöhnlich starke Krallen auf – ideal, um Beute wie Vögel oder Eidechsen zu packen oder im Kampf mit Artgenossen zu bestehen.
Auch der Schwanz war einzigartig: Im Unterschied zu anderen Raptoren konnte Dineobellator seinen steifen Schwanz an der Basis flexibel bewegen und ihn wie ein Ruder einsetzen, während er über den Boden sprintete.
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„Stellen Sie sich vor, was mit dem Schwanz einer laufenden Katze passiert“, erklärt Steven Jasinski, Leiter der Studie während seiner Promotion an der University of Pennsylvania. „Während der Schwanz selbst gerade bleibt, peitscht er bei Richtungswechseln herum. Ein steifer, aber basisbeweglicher Schwanz steigert die Wendigkeit und unterstützt Dineobellator bei der Jagd – besonders in offenen Geländen.“
Ähnlich wie Velociraptor war auch Dineobellator gefiedert. Knochen am Unterarm zeigen Federnoppen – kleine Unebenheiten, an denen Federn befestigt waren.
„Je mehr Belege wir für Federn bei Dromaeosauriden finden, desto wahrscheinlicher ist es, dass alle Mitglieder dieser Familie befiedert waren“, betont Jasinski.