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Kabeljau und Chips: Britischer Klassiker durch Klimawandel bedroht – Expertenwarnung

Beliebte britische Klassiker wie Kabeljau und Chips (Fish and Chips) könnten durch den Klimawandel gefährdet sein und von Speisekarten verschwinden, warnt eine renommierte Studie.

Forscher haben die Auswirkungen auf Fischbestände im Südwesten Englands analysiert und prognostizieren, dass Familien ihre Ernährung anpassen müssen, um bedrohte Arten zu schützen.

Die Keltische See, der Ärmelkanal und die südliche Nordsee haben in den letzten 40 Jahren eine starke Erwärmung erlebt – ein Trend, der sich fortsetzen wird.

Computermodelle bis 2090 zeigen eine Zunahme warmer Arten wie Meerbarbe, Seezunge, Petersfisch und Rotzunge sowie einen Rückgang kalter Arten wie Kabeljau, Seeteufel und Butt.

Die Studie, veröffentlicht im Journal of Applied Ecology, entstand durch Zusammenarbeit der Universitäten Exeter und Bristol, des Centre for Environment, Fisheries and Aquaculture Science (Cefas) und des Met Office.

Rückgehende Bestände benötigen Schutzmaßnahmen, die auch das gesamte Ökosystem beeinflussen werden.

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Hauptautorin Dr. Katherine Maltby, die die Forschung bei Cefas leitete, erklärt: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Klimawandel die Fischbestände in dieser Region weiter prägen wird – mit Risiken, aber auch Chancen für Fischer, die sich anpassen.“

„Verbraucher können helfen, indem sie neue Fischsorten entdecken und genießen.“

Co-Autorin Louise Rutterford von der University of Exeter ergänzt: „Fischer berichten von häufigeren Vorkommen warmer Arten. Die Kombination ihrer Praxiserfahrungen mit wissenschaftlichen Daten verbessert zukünftige Managemententscheidungen für nachhaltige Fischerei.“

Philip Evans von Greenpeace UK betont: „Unsere Ozeane wandeln sich rasant. Wir müssen den Druck durch industrielle Fischerei reduzieren, Meeresschutzgebiete auf 30 Prozent ausbauen und Emissionen senken, um Anpassung zu ermöglichen.“