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Sensationelle Entdeckung: 4.000 Jahre alter Eichen-Steinbockkäfer im Natural History Museum London

Im Natural History Museum in London haben Experten eine 4.000 Jahre alte Käferart entdeckt, die bisher unbekannt in Großbritannien existierte. Zwei perfekt erhaltene Exemplare wurden in den Sammlungen des Museums identifiziert.

Die Insekten, in den 1970er Jahren aus East Anglia gespendet, stammen aus einem urtümlichen Eichenholzstück aus einem Torfmoor. Als führender Kurator für Coleopteren, Max Barclay, die Funde untersuchte, erkannte er die Bedeutung dieser einzigartigen Entdeckung.

Sensationelle Entdeckung: 4.000 Jahre alter Eichen-Steinbockkäfer im Natural History Museum London

Die 7,6 cm langen Eichen-Steinbockkäfer (Cerambyx) wurden von einem lokalen Bauern gefunden. Sie zeigten lange, fadenförmig gebogene Antennen und waren hervorragend konserviert.

"Diese Käfer sind älter als die Tudors, älter als die römische Besetzung Großbritanniens, sogar älter als das Römische Reich", erklärt Max Barclay, leitender Kurator für Insekten am Natural History Museum. "Sie lebten und nagten in diesem Holz, als Pharaonen die Pyramiden in Ägypten bauten. Eine faszinierende Entdeckung."

Mittels Radiokohlenstoff-Datierung wurde ihr Alter auf 3.785 Jahre präzise bestimmt.

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Barclay vermutet, dass der Eichen-Steinbockkäfer, heute in Süd- und Mitteleuropa verbreitet, einst heimisch auf den Britischen Inseln war und durch Klimaveränderungen ausstarb.

"Dieser Käfer hängt mit wärmeren Klimazonen zusammen. Vor 4.000 Jahren war das Klima in Großbritannien milder; Abkühlung und Habitatverlust führten zu seinem Aussterben", so Barclay.

Angesichts der globalen Erwärmung könnte der Käfer zurückkehren, prognostiziert der Experten.

Sensationelle Entdeckung: 4.000 Jahre alter Eichen-Steinbockkäfer im Natural History Museum London

"Es ist beeindruckend, ein so makellos erhaltenes Exemplar zu halten, das Einblicke in das Klima und Wälder der späten Bronzezeit gewährt", betont Barclay.

"Dieses Käferpaar öffnet ein Fenster zur Vergangenheit und mahnt an die Folgen des Klimawandels für die Zukunft."

Details zur Entdeckung präsentiert die Channel-5-Serie Natural History Museum: World Of Wonder am Donnerstag, 28. Januar um 20 Uhr.