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Faszinierende Glow-in-the-Dark-Tiere: Wie Fluoreszenz und Biolumineszenz die Tierkommunikation prägen

noch vor wenigen Jahren gingen Wissenschaftler davon aus, dass nur eine Handvoll Arten Licht erzeugen könnten. Neue Forschungen enthüllen jedoch eine verborgene Welt leuchtender Lebewesen, die Fluoreszenz und Biolumineszenz nutzen.

Tasmanischer Teufel

Faszinierende Glow-in-the-Dark-Tiere: Wie Fluoreszenz und Biolumineszenz die Tierkommunikation prägen

"Es war ziemlich schockierend, als wir es sahen", sagte Jacob Schoen, Techniker in einem Ohio-Zoo, im Dezember 2020 gegenüber lokalen Reportern – kurz vor dem globalen Medienrummel. Das Foto zeigt: Die Tasmanischen Teufel fluoreszierten unter UV-Licht, Teile ihrer Gesichter leuchteten buchstabenlich im Dunkeln.

Diese Fähigkeit entsteht durch spezielle Proteine in Haut und Fell, die tagsüber Sonnenenergie speichern und sie abends in unsichtbarem Licht abgeben. Erst UV-Lampen machen diese Wellenlängen für uns sichtbar.

Die große Frage: Warum? Welchen Zweck erfüllt Fluoreszenz in der Tierwelt? Neue Entdeckungen bringen Antworten ans Licht.

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Springhase

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Im Februar 2021 entdeckten Forscher, dass das afrikanische Nagetier Springhase fluoresziert. Auf den Flanken prangen einzigartige Muster aus Porphyrinen – organischen Verbindungen im Fell.

Jedes Tier zeigt individuelle Muster, im Gegensatz zu Beuteltieren wie Ameisenigeln, wo Fluoreszenz oft an Augen oder Nase auftritt.

Zweck? Heiß diskutiert: Nebenprodukt des Fellabbaus, Erkennungsmerkmal oder Tarnung gegen Raubtiere durch visuelles Rauschen?

Glühwürmchen

Faszinierende Glow-in-the-Dark-Tiere: Wie Fluoreszenz und Biolumineszenz die Tierkommunikation prägen

Die ikonische Lichtshow der Glühwürmchen (hier auf Japans Insel Shikoku) basiert auf einer chemischen Reaktion: Luciferin reagiert mit Luciferase, Kalzium und Sauerstoff zu Licht.

Von circa 2.000 Arten (alles Käfer) blinken manche synchron oder beim Fliegen. Doch Bestände schrumpfen durch Lichtverschmutzung, Habitatverlust, Klimawandel und Pestizide, warnt Brian Eversham vom Wildlife Trust.

Mückenlarven

Faszinierende Glow-in-the-Dark-Tiere: Wie Fluoreszenz und Biolumineszenz die Tierkommunikation prägen

In neuseeländischen Höhlen weben Arachnocampa luminosa-Larven klebrige Fäden und locken Beute mit blaugrünem Leuchten an.

Ihre Biolumineszenz nutzt Luciferine mit einzigartigen Aminosäuren wie Tyrosin – unabhängig von anderen Arten. "Das zeigt, wie viel Insekten uns noch offenbaren", betont Dr. Erica McAlister vom Natural History Museum.

Seeteufel

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In der lichtlosen Tiefsee leuchten 90 Prozent der Organismen. Seeteufel züchten Photobacterium-Bakterien in einer Rückenflossenlampe, um Fische anzulocken.

Woher die Bakterien? Junge und Männchen haben keine; Weibchen sammeln sie wohl aus dem Wasser und bieten Schutz im Tausch gegen Licht.

Drachenhai

Faszinierende Glow-in-the-Dark-Tiere: Wie Fluoreszenz und Biolumineszenz die Tierkommunikation prägen

"Kein kleiner Hai zur Tarnung, sondern ein Raubtier, das vielleicht jagt", erklärt Meeresbiologin Dr. Helen Scales (Autorin von The Brilliant Abyss). Der 1,80 m lange Kitefinhai ist das größte biolumineszierende Wirbeltier.

Unterseiten tarnen vor Silhouetten, die Rückenflosse dient der Jagd. Die "Twilight Zone" (200–1.000 m) bleibt größtenteils unerforscht.

Fliegendes Eichhörnchen

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Biologe John Martin entdeckte in Wisconsin: Nachtaktive Fliegende Eichhörnchen fluoreszieren elektrorosa unter UV-Licht auf ihren Gleithäuten.

Nur nachtaktive Arten zeigen dies. "Verbindung zu nächtlichem Lebensstil hält – Tarnung oder Stoffwechselnebenprodukt?", fragt Prof. Paula Anich.

  • Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 363 des BBC Science Focus Magazinehier abonnieren

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