Der Wobbegong, ein faszinierender Hai, beherrscht die Kunst der Verkleidung in den warmen, flachen Gewässern rund um Australien, Indonesien und Japan. Weltweit gibt es 12 Arten dieser beeindruckenden Raubfische.
Mit ihrer komplexen Musterung und erdigen Farbtönen verschmelzen sie nahtlos mit dem Meeresboden. Dort lauern sie regungslos auf ahnungslose Beute, die zu nah herankommt. Im Unterschied zu manchen Haiarten müssen Wobbegongs nicht ständig schwimmen, um Sauerstoff aufzunehmen – sie pumpen Wasser aktiv mit ihren Wangenmuskeln über die Kiemen.
Der Name „Wobbegong“ leitet sich wahrscheinlich von einem aboriginalen Wort ab, das „zotteliger Bart“ bedeutet und auf die feinen Quasten an ihren imposanten Kiemendeckeln hinweist. Diese verstärken den Tarn-Effekt und können wackelnd kleine Fische oder Tintenfische anlocken.
Außerdem besitzen Wobbegongs kräftige Brustflossen, mit denen sie über den Boden „laufen“ können – ein cleverer Vorteil, wenn die Beute bei Ebbe in Gezeitenpools gefangen ist.
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- Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 374 des BBC Science Focus Magazine – Hier erfahren Sie, wie Sie sich anmelden können