Die britische Raumfahrtbehörde UK Space Agency stellt jährlich 374 Millionen Pfund für das europäische Raumfahrtprogramm zur Verfügung. Diese Investition unterstreicht Großbritanniens Engagement in der internationalen Weltraumkooperation.
Mit dieser Finanzierung trägt das Land zu globalen Initiativen bei, die den Klimawandel bekämpfen, Hochgeschwindigkeits-Mobilfunktechnologien wie 5G ermöglichen und die ersten Marsproben zur Erde bringen sollen.
Über fünf Jahre fließen insgesamt 1,87 Milliarden Pfund in Programme der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Dies markiert die größte Investition Großbritanniens in die ESA bisher, wie die UK Space Agency betont.
Als Mitglied der ESA mit 22 Staaten kann Großbritannien an Großprojekten wie der Internationalen Raumstation (ISS) und dem ExoMars-Programm mitwirken. Die Agentur bündelt finanzielle und intellektuelle Ressourcen, um Vorhaben jenseits nationaler Grenzen zu realisieren.
Die Mitgliedsstaaten wählen gezielt Programme aus, die ihren wissenschaftlichen, industriellen und strategischen Prioritäten entsprechen.
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Der Beitrag wurde beim ESA-Ministerrat in Sevilla, Spanien, bestätigt und erhöht das britische ESA-Finanzierungspaket auf 374 Millionen Pfund jährlich.
Diese Investition sichert Großbritanniens Rolle beim Lunar Gateway, einer Mondumkreisenden Raumstation, die Marsproben zurückbringt und Weltraumschrott beseitigt, um Kollisionen zu vermeiden.
Weitere Schwerpunkte sind Satelliten zur Klimaforschung, Technologien für 5G und Satellitenbreitband sowie ein Frühsystem für Sonnenstürme.
Hören Sie Mark McCaughrean, Senior Advisor for Science and Exploration bei der ESA, im Science Focus Podcast über Europas Weltraumforschung:
Bei der Bekanntgabe sagte Andrea Leadsom, damalige Sekretärin für Unternehmens-, Energie- und Industriestrategie: „Wir freuen uns, diese Investition in die ESA zu tätigen. Von verbesserter Kommunikation bis zur Klimawandelsüberwachung und zum Schutz des Stromnetzes – unsere Mitgliedschaft stärkt Großbritanniens Position als Supermacht in Weltraum, Innovation und Klima.“
Großbritannien und andere Mitglieder unterstützen eine 10-prozentige Budgeterhöhung für Weltraumwissenschaft (britischer Anteil: ca. 600 Millionen Pfund), um ambitioniertere Missionen zu ermöglichen.
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Außerdem kündigte Großbritannien Investitionen über 200 Millionen Pfund in Erdbeobachtung an, inklusive der britisch geführten TRUTHS-Mission gegen den Klimawandel und der Copernicus-Komponente bis 2028.
Die ESA bestätigte, dass alle Astronauten der Klasse 2009 – einschließlich Tim Peake – bis 2024 zur ISS zurückkehren.
Die Finanzierung in Euro unterliegt Wechselkursen; insgesamt investieren ESA-Staaten 14,4 Milliarden Euro über fünf Jahre.
Jean-Marc Nasr, Leiter Raumfahrtsysteme bei Airbus: „Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Ministerkonferenz in Sevilla. Airbus arbeitet an Copernicus, Mond- und Mars-Missionen und bereitet Angebote vor, um führender ESA-Partner zu bleiben.“
Astronaut Tim Peake lobte Regierungsinitiativen: „Vorteile zeigen sich in Bildung, Industrie und Wirtschaft. Die Raumfahrtbranche wächst stark, mit Fokus auf Klima und Technologie. Regierungen erkennen nun die Notwendigkeit von F&E-Investitionen in autonome Fahrzeuge, KI oder Kernfusion.“

Major Peake betonte: „Wir ernten die Früchte nur, wenn wir investieren – und die Regierung tut das zunehmend.“