- Der Start der ExoMars-Mission der ESA wurde auf 2022 verschoben.
- Der Rover Rosalind Franklin wird nicht rechtzeitig für den geplanten Start 2020 fertig, ohne wesentliche Tests zu opfern.
- Das nächste Startfenster, wenn Erde und Mars optimal positioniert sind, liegt im August bis Oktober 2022.
Die ExoMars-Mission zum Roten Planeten ist um mindestens zwei Jahre verschoben. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und Roscosmos, das russische Raumfahrtunternehmen, teilten mit, dass der Rover Rosalind Franklin nicht für den Sommerstart bereit sein wird.
ESA-Generaldirektor Jan Wörner verkündete die Verzögerung in einer Videokonferenz in Paris: „Noch müssen zahlreiche Tests erfolgreich abgeschlossen werden, doch bis zum Startfenster fehlt die Zeit.“
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Da Startzeiten von der Planetenkonstellation abhängen, ist der nächste Termin erst 2022 möglich.
Jan Wörner: „Nach Prüfung der Berichte haben wir den Rat akzeptiert, wesentliche Tests nicht zu opfern. Wir verschieben auf 2022 – eine harte, aber richtige Entscheidung.“
Der Coronavirus-Ausbruch verzögerte nicht direkt, schränkte aber Bewegungen von Teams aus Russland, Italien und Frankreich ein. Wörner: „Es ist nicht der einzige Grund, hat aber Auswirkungen.“

Benannt nach der DNA-Pionierin Rosalind Franklin, sucht der sechsrädrige Rover mit 2-Meter-Bohrer nach Leben unter der Marsoberfläche, geschützt vor Strahlung. Gebaut bei Airbus in Stevenage, UK, seit 2005 mit vielen Hürden.
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Das Briefing aus Moskau wurde per Video gehalten; Roscosmos-Chef Dmitry Rogosin fehlte technisch. ExoMars (ESA-Roscosmos) zielt auf Spuren vergangenen Lebens ab.