Unsere jahrzehntelange Erforschung des Mondes hat gezeigt, dass er ein enormes Reservoir an Rohstoffen birgt. Besonders Wassereis am Südpol ist essenziell für Mondbasen und Kolonien.
Seltene Erden wie Neodym und Lanthan, die in Smartphones, Batterien und Optiken unerlässlich sind, sowie Silizium, Titan und Aluminium sind ebenfalls vorhanden.

Die Mondoberfläche enthält zudem hohe Konzentrationen von Helium-3, einem Isotop für zukünftige Kernfusionsreaktoren. Unternehmen planen bereits Abbautechnologien. Doch welche Folgen hätte ein solcher Ressourcenabbau?
Mehr zu hypothetischen Szenarien in unserer Serie Was wäre, wenn:
- Was wäre, wenn Roboter unsere Jobs übernehmen würden?
- Was wäre, wenn wir die Mode einfach vergessen würden?
Ein neuer Mond-Goldrausch?
Ein erneutes Mondrennen entbrennt – nicht nur zwischen USA und UdSSR wie in den 1960er-Jahren, sondern mit Indien, China und Privatfirmen wie SpaceX oder SpaceIL.
Sie streben nachhaltige Präsenz und wirtschaftlichem Mondabbau. Internationales Recht fehlt jedoch weitgehend.
Der Mondvertrag von 1979 erklärte den Mond zum "gemeinsamen Erbe der Menschheit". Große Mächte wie USA, Russland, China oder Japan unterzeichneten nie, da er Gewinne gleich verteilen würde.

Ohne Regulierung droht eine "Winner-takes-all"-Mentalität und ein Goldrausch der Mächtigen.
Schnellere Mars-Missionen durch Mondtreibstoff
Wasser lässt sich per Elektrolyse in Raketentreibstoff (Wasserstoff und Sauerstoff) spalten – ideal für Marsflüge.
Auf der Erde teuer zu starten (11 km/s), auf dem Mond (1/6 Schwerkraft) günstig.

Caltech-Studenten (2017) schlugen Mond-Tankstellen vor. Kritiker wie Dr. Robert Zubrin (Pioneer Astronautics) sehen jedoch höhere Kosten durch Mondumweg.
Verlust wissenschaftlicher Schätze
Der Mond ist eine 4,5 Milliarden Jahre alte Zeitkapsel ohne Erosion. Bergbau könnte Regolith zerstören und Apollo-Stätten bedrohen.

Dr. Alice Gorman (Flinders University) warnt vor Staubzerstörung historischer Fußspuren. Kulturelle und wissenschaftliche Werte stehen auf dem Spiel – fundierte Entscheidungen sind gefordert.
Mondunabhängigkeit?
Der Weltraumvertrag (1967) verbietet Himmelskörper-Eigentum. Mondsiedler könnten dennoch Zonen bilden.

Prof. Christopher Newman (Northumbria University) hält separate Identität zunächst unwahrscheinlich, sieht aber Potenzial bei Bergbauserfolg.
Klimawandel bekämpfen mit Mondstaub
Mondstaub ist abrasiv und giftig, doch Prof. Curtis Struck (Iowa State University, 2007) schlägt Orbit-Wolken zur Sonnenabschirmung vor.

Als letztes Mittel gegen Erwärmung – trotz Nebenwirkungen wie hellerem Nachthimmel.
Mehr zum Mond:
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