Beim Sternengucken muss man nicht alle 88 Sternbilder auswendig lernen. Oft sind Asterismen – Sternmuster jenseits der offiziellen Konstellationen – der beste Einstieg. Als passionierter Amateurastronom empfehle ich das Sommerdreieck als unkomplizierten Sommerklassiker.
Das Sommerdreieck vereint drei helle Sterne: Vega in Lyra (der Harfe), Deneb in Cygnus (dem Schwan) und Altair in Aquila (dem Adler). Ihre Helligkeit macht es selbst in lichtverschmutzten Gebieten sichtbar.

Fast das ganze Jahr über erkennbar, dominiert es im Juli und August gegen Mitternacht den Zenit. Im Juni steigt es ab 23 Uhr im Osten auf – nutzen Sie den Horizont als Orientierung. Zunächst leuchten nur die drei Hauptsterne, später erscheinen schwächere (siehe Diagramm).
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Beginnen Sie mit Vega, dem hellsten Stern des Trios. Unten links finden Sie Deneb, rechts Altair. Das Dreieck spannt sich weit über den Himmel, doch einmal erkannt, wird es zum Fixpunkt.
An dunklen Orten dient es als Tor zur Milchstraße: Suchen Sie ein helles Band hindurch.
Wählen Sie mondarme Nächte, z. B. um den Neumond am 21. Juni. Die beste Zeit: 00:30 bis 01:30 Uhr, wenn der Himmel am dunkelsten ist.