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Verschwörungstheorien und FBI-Mysterien: Warum UFOs uns so faszinieren

Gibt es jemanden da draußen? Existieren Außerirdische? Egal, ob die Antwort Ja oder Nein lautet – die Enthüllung der Wahrheit würde unser Verständnis vom Platz der Menschheit im Universum grundlegend verändern. Entweder sind wir allein, oder – was noch beeindruckender wäre – wir sind es nicht.

Menschen lassen sich von Verschwörungstheorien magisch anziehen. Es sollte daher niemanden wundern, dass einige UFOs als "Beweis" für außerirdisches Leben auf der Erde nutzen – und eine Vertuschung durch die Mächtigen. In diesem bearbeiteten Auszug aus Sie sind bereits hier der Wissenschaftsjournalistin Sarah Scoles erfährt man, warum die Idee fliegender Untertassen so unwiderstehlich ist.

Wollten Sie den Ursprung eines brandneuen Mythos über außerirdischen Kontakt miterleben, schalteten Sie am 7. September 2018 die KVIA-Nachtnachrichten ein.

Dort berichteten die Moderatoren von einem rätselhafteren Geheimnis als lokalen Skandalen oder Verbrechen. Moderatorin Estela Casas runzelte die Stirn und kniff die Augen zusammen, als sie die Evakuierung in Sunspot, New Mexico – einer kleinen Bergsiedlung mit einer Sonnobservatorium – beschrieb.

"Das Sonnenflecken-Observatorium ist leer", sagte Casas. "Und es ist unklar, warum."

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Sie schaltete zu Korrespondent Mauricio Casillas durch, der den Tag am Sonnenteleskop verbracht hatte, etwa 15 Meilen von Cloudcroft, New Mexico, entfernt – auf der Suche nach Antworten.

Leider hatte er wenige gefunden.

"Wir wissen, dass das FBI die Evakuierung durchgeführt hat", sagte Casillas, "aber niemand kennt den genauen Grund."

Hinter ihm sperrten Beamte den Eingang mit gelbem Warnband ab. Selbst Postmitarbeiter durften nicht hinein. "Selbst die örtlichen Behörden wissen nicht Bescheid", fuhr er fort. "Sie fragten uns, ob wir etwas wüssten."

Verschwörungstheorien und FBI-Mysterien: Warum UFOs uns so faszinieren

Es dauerte Tage, bis nationale Medien die Geschichte aus dem ländlichen New Mexico aufgriffen. Doch das Internet war schneller: Sobald lokale Sender wie KVIA berichteten, explodierte das Verschwörungsnetz.

Und natürlich: FBI in einer Teleskopstadt mit Evakuierungsbefehl – wie ein perfektes Cluedo-Szenario.

Am nächsten Tag startete Benutzer SeaWorthy einen Thread zu Sunspot im Forum Above Top Secret. Obwohl solche Plattformen oft von Hass und Fehlinfos geprägt sind, tummeln sich dort auch scharfsinnige Forscher echter Mysterien.

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"Ich stelle mir ein Katastrophenfilmszenario vor", schrieb SeaWorthy. "...Im Film würde das FBI bald eine Ausrede erfinden."

DBCowboy ergänzte: "In Close Encounters inszenierten sie einen Chemieunfall und evakuierten eine Stadt."

"Wie weit ist es nach Roswell?", witzelte jemand.

Im Reddit-Forum r/Conspiracy regten sich kosmische Theorien: Vielleicht eine tödliche Sonneneruption? "Hoffentlich freundliche Aliens mit coolen Drogen, kein Asteroidenhagel", hoffte Cosmicmailman.

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Scherzhafte Alien-Vorstellungen mischten sich mit irdischen Ideen: Quecksilberleck, Spionage auf White Sands, Branddrohung, Biogefahr.

Unabhängig vom Ursprung – himmlisch oder irdisch – speisen Verschwörungen aus demselben: Geheimnissen der Mächtigen. So werden sie immer zu Aliens, selbst wenn nicht.

Trotz des spielerischen Tons dominierten ET-Theorien die Mainstream-Schlagzeilen: "Evakuierung weckt Alien-Verschwörungen", "FBI-Razzia inmitten Alien-Spekulationen".

Ein Observatoriumssprecher musste klarstellen: "Definitiv keine Außerirdischen." Mehr sagte sie nicht.

Die Alien-Hype entstand aus Clickbait-Schlagzeilen, die menschliche Ängste und Wünsche bedienen: "Es sind Aliens, sie sind hier!"

Die Sunspot-Saga ist Filmmaterial: Weltuntergang, Rettung, Aufregung und Schrecken zugleich.

Verschwörungstheorien und FBI-Mysterien: Warum UFOs uns so faszinieren

Das ist es! denken wir bei der Schließung einer Teleskopstadt – sie hat zu viel gesehen. So fängt es an.

In der Nacht vom 12. September saugte Sarah Scoles in Denver die verpassten Stories ein. Sunspot war nur neun Stunden entfernt. Als Journalistin packte sie den Rucksack und fuhr los.

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Sie plante Gespräche mit Bewohnern und FBI, erkundete alien-jagende Foren und campte nahe dem Observatorium.

In Cloudcroft warnte der Tankstellenmitarbeiter: "Achten Sie auf Rehe und Elche – dunkel ist es gefährlich."

Verschwörungstheorien und FBI-Mysterien: Warum UFOs uns so faszinieren

Die Dunkelheit im ländlichen New Mexico nährte Ängste: Monster, Aliens, Mutterschiffe.

Observatorien eignen sich perfekt für Verschwörungen – Misstrauen gegenüber Autoritäten und Wissenschaftlern trifft auf geheimes Wissen.

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Astronomen entlarven Ufologie oft herablassend, was Theorien befeuert. Studien zeigen: Entlarvung ändert wenig.

Kommunikationsprofessor Adam Dodd kritisiert: Astronomen wirken "performativ", statt neugierig.

Sogar Stephen Hawking logifizierte fehlerhaft: Fehlen von Beweisen als Beweis der Abwesenheit.

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Dodd zitiert Stuart Appelle: Ufologie wird nicht geprüft, sondern kategorisch abgetan – was Misstrauen schürt.

Entlassene fühlen sich bestätigt: Die Mächtigen verbergen etwas. Perfekter Nährboden für Fantasien.

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