Als passionierter Sternenbeobachter freue ich mich, Ihnen den Drakoniden-Meteorschauer am Mittwochabend ans Herz zu legen. Erwarten Sie etwa 5 Meteore pro Stunde, die den Nachthimmel erhellen.
Bei jeder Sternenbeobachtung können Sie ein paar Sternschnuppen pro Stunde entdecken. Diese leuchtenden Streifen entstehen, wenn staub- oder gesteinsartige Partikel mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Unglaublich: Oft sind sie nicht größer als Sandkörner, doch ihre immense Geschwindigkeit erzeugt ein helles Leuchten wie bei Sternen.
Manchmal führt die Erdumlaufbahn durch dichte kosmische Trümmerfelder – Rückstände von Kometen oder Asteroiden. Das Ergebnis: Ein beeindruckender Meteorstrom.

In diesem Jahr erreichen die Drakoniden ihren Höhepunkt vom 6. bis 10. Oktober, mit Maximum am 7./8. Oktober. Verursacht wird er vom Kometen 21P/Giacobini-Zinner, der die Sonne alle 6,6 Jahre umrundet.
Im Gegensatz zu vielen anderen Strömen müssen Sie nicht bis Mitternacht warten: Abends nach Einbruch der Dunkelheit sichten Sie stündlich rund fünf Meteore. Bei starker Aktivität sogar Hunderte.
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Meteorströme sind nach ihrem Radiant benannt – dem scheinbaren Ausgangspunkt am Himmel. Die Drakoniden strahlen aus der Draco-Konstellation im äußersten Norden aus.
Für beste Sicht: Lassen Sie Ihre Augen 20–30 Minuten an die Dunkelheit gewöhnen, blicken Sie dann weit oben in den Himmel. Der Radiant in Draco ist nicht zwingend nötig – Meteore streifen überall hin. Wählen Sie einen Ort mit freiem Blick zum Himmel, fern von Lichtern, Gebäuden oder Bäumen.
Machen Sie es sich gemütlich: Nehmen Sie einen Liegestuhl, eine Decke und vielleicht eine warme Getränk mit. So wird die Beobachtung zum Genuss.
Falls Sie es verpassen: Die Orioniden starten am 20./21. Oktober.