Als passionierter Astronom mit Jahren der Erfahrung am Teleskop und mit dem bloßen Auge weiß ich: Beteigeuze zählt zu den hellsten und markantesten Sternen am Nachthimmel. Er ist der perfekte Einstieg, um Sternnamen und Positionen zu lernen.
Der Name stammt aus dem Arabischen – die genaue Aussprache ist umstritten, doch viele kennen ihn aus dem Film „Beetlejuice“ von 1988.
Mit freiem Auge sichtbar: Zuerst Orions Gürtel suchen, das berühmte Dreiersternmuster. Anfang September steigt es um 3 Uhr morgens über den Osthorizont auf und erscheint jede Nacht früher (Ende September kurz nach 1 Uhr). Der helle, rötliche Stern oben links vom Gürtel ist Beteigeuze, Orions rechte Schulter (aus unserer Sicht links).
Verpassen Sie ihn im September? Kein Problem – bis April bleibt er sichtbar.

Seine rote Färbung verrät: Beteigeuze ist ein alternder roter Überriese mit einem Durchmesser von über einer Milliarde Kilometern – fast 1.000-mal größer als unsere Sonne. Wie andere seiner Art endet er als dramatische Supernova, hell genug für tagsüber sichtbar.
Im Oktober 2019 dimmte er ungewöhnlich ab, was zu Explosion-Spekulationen führte. Doch im Februar 2020 erhellte er sich wieder: Ursache waren riesige kühle Sternenflecken auf seiner Oberfläche.
Experten schätzen die Supernova in den nächsten 100.000 Jahren – Zeit genug, seinen Glanz zu genießen.
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