Viele scheinbare UFOs lassen sich durch natürliche Phänomene wie Blitze, Meteore, Testflugzeuge oder Wetterballons erklären. Laut der französischen Forschungsgruppe GEIPAN bleiben jedoch 3,5 Prozent der gemeldeten Sichtungen ungeklärt. Basierend auf Augenzeugenberichten und Untersuchungen aus renommierten Quellen wie dem BBC Science Focus Magazine stellen wir vier der faszinierendsten Fälle vor.
Florenz, Italien, 1954

Bei einem Fußballspiel in Florenz 1954 vergaßen rund 10.000 Zuschauer das Spiel und starrten in den Himmel. Sie beobachteten ein zigarren- oder eiförmiges Objekt, von dem silbrig-weiße Fäden herabregneten. Die meisten Proben zerfielen beim Kontakt, doch Analysen an der Universität Florenz ergaben Bor, Silizium, Kalzium und Magnesium.
Zugspinnennetze wurden als Erklärung vorgeschlagen, doch deren Seide ist organisch und enthält diese Elemente nicht.
Melbourne, Australien, 1966

An der Westall High School in Melbourne sahen 1966 etwa 350 Schüler und Lehrer, wie fünf Flugzeuge ein silbernes, scheibenförmiges UFO umkreisten. Die Maschinen versuchten rund 20 Minuten vergeblich, es aus der Luft zu drängen, bevor es verschwand.
Ein UFO-Spielplatz erinnert an das Ereignis; Zeugen treffen sich jährlich, um Erfahrungen auszutauschen.
USA und Mexiko, 1997

1997 berichteten Tausende über Lichter am Nachthimmel über Arizona, Nevada und Sonora. Manche sahen stationäre Lichter, andere ein V-förmiges Objekt in dreieckiger Formation (künstlerische Darstellung oben).
Die US-Luftwaffe erklärte die Lichter über Phoenix als Leuchtraketen, doch das V-förmige UFO bleibt ungeklärt.
Wald von Rendlesham, Großbritannien, 1980

Im Dezember 1980 untersuchten US-Flieger bei RAF Woodbridge rote und blaue Lichter sowie ein gelandetes UFO im Rendlesham Forest. Es maß etwa drei Meter Höhe und Durchmesser, stand auf Beinen und bestand aus "glattem, undurchsichtigem schwarzem Glas".
Am nächsten Tag fand man Bodenabdrücke und erhöhte Strahlungswerte. Eine Tonaufnahme beschreibt Lichter "wie ein zwinkerndes Auge" und einen herabstrahlenden Strahl. Ein US-Regierungsbericht von 1983 bestätigt die Begegnung, bekannt als "Großbritanniens Roswell".
Skeptiker wie Psychologe Prof. Chris French (der den Ort besuchte) bezweifeln es: Abdrücke von Kaninchen, normale Strahlung und Lichter synchron zum Orfordness-Leuchtturm.
- Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 357 des BBC Science Focus Magazine – Hier erfahren Sie, wie Sie sich anmelden können