Teure Ausrüstung ist nicht nötig, um faszinierende Objekte am Nachthimmel zu entdecken. Mit grundlegenden Tipps aus unserer langjährigen Erfahrung in der Astronomie sehen Sie bald Planeten, Sterne, Meteore, Nebel und sogar die Andromeda-Galaxie.
2021 bietet zahlreiche Chancen, Highlights wie die 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Andromeda-Galaxie zu beobachten.
Hier der Einstieg, den wir als Experten empfehlen.
Beste Zeit im Monat für Sternenbeobachtung
Für Mondbeobachtungen mit Fernglas wählen Sie Tage vor oder nach dem Vollmond, um Blendung zu minimieren.
Für schwache Objekte ist Neumond ideal oder wenn der Mond früh untergeht – kurz vor Sonnenaufgang.

Sehen Sie etwas nicht? Schauen Sie leicht seitwärts – das "avertierte Sehen" nutzt empfindlichere Randbereiche der Netzhaut.
Nächster Vollmond
2021 gab es 12 Vollmonde, alle 29,5 Tage im Mondzyklus.
Mehr im vollständigen Full Moon UK-Leitfaden.
Muss man raus für Sternenbeobachtung?
Nicht zwingend. Viele Objekte sind von zu Hause oder Auto aus sichtbar, wenn Sie Licht minimieren.
Vom Fenster aus: Höchstes Zimmer wählen, alle Lichter löschen.
Augen brauchen 15 Minuten zur Anpassung, voll nach 40 Minuten. Keine Taschenlampen oder Handy-Bildschirme!
Weiterführende Astronomie-Tipps:
- 9 Tipps zur Sternenbeobachtung von zu Hause
- 15 beste Weltraum- und Astronomie-Bücher
Teleskop oder Fernglas nötig?
Zu Beginn reicht das bloße Auge für Planeten, Sterne, Satelliten, Meteore und Mond.
Für mehr: Fernglas mit 10-facher Vergrößerung zeigt Mondkrater, Jupiters Monde, Kometen.
Kleines Teleskop (25-50x) offenbart Saturnringe. Wichtig: Das beste Gerät ist das genutzte – sparen Sie nicht übertrieben.
Bessere Nachtfotos machen

Mit Smartphone: Blitz aus, kein Digitalzoom. Digitalkamera: ISO 100 starten, prüfen auf Rauschen.
Längere Belichtung (bis 20 Sekunden) lässt mehr Licht rein, darüber strecken Sterne. Für Sternspuren länger belichten.
Deep-Sky-Fotos brauchen motorisierte Montierung gegen Erdrotation.
Meteoritenschauer beobachten
Stündlich sehen Sie Meteore. Schauer zu Jahreszeiten, optimal Mitternacht bis Sonnenaufgang.
Details im Anfänger-Leitfaden zu Meteorschauern.
Meteor, Asteroid, Komet: Der Unterschied
Meteor: Leuchterscheinung durch in Atmosphäre verglühende Partikel, oft Asteroiden- oder Kometentrümmer.
Asteroid: Felsbrocken aus Gürtel zwischen Mars und Jupiter.
Komet: Eisiges Objekt, schmilzt nahe Sonne, bildet Schweif.
Weiterlesen:
- Kometen und Asteroiden: Fünf Fakten, die Sie überraschen
- Asteroiden und Kometen: Gefahr für die Erde?
Beste Astronomie-Apps
Apps bekämpfen Lichtverschmutzung, verbessern Nachtfotos. SkyView (AR-Sternenerkennung), NightCap (Low-Light).
Top-Apps in unserem Leitfaden.
Mars nachts finden
Rötlich leuchtender Mars wechselt Position. Apps zeigen genaue Zeiten.
Jupiter nachts beobachten

Hellster Gasriese. Januar unsichtbar, ab Ende April morgens. Fernglas: 4 Monde sichtbar.
Saturn nachts sehen
Kleiner, ferner, aber städtisch sichtbar. Ab Mitte April ca. 4 Uhr. Teleskop: Ringe, Monde.
ISS bei Nacht
Hellstes Objekt, schnell ziehend. Vor/nach Sonnenaufgang. NASA Spot the Station für Vorhersagen.
Mehr im vollständigen ISS-Leitfaden.
Ursa Major finden

Ganzjährig nordwärts sichtbar als "Plough": 3 Griff-, 4 Schüsselsterne.
Arcturus lokalisieren

Vom Plough-Griffbogen zu Arcturus (vierthellster Stern, Bootes).
Orion entdecken

Wintersternbild, Gürtel aus 3 Sternen. Darunter Orion-Nebel (Fernglas/Teleskop empfohlen).
Plejaden beobachten

Sternhaufen im Stier: Von Orions Gürtel zu Aldebaran, dann Plejaden (kleiner Plough).
Nordstern finden

Immer fest: Von Ploughs Schüsselsterne Merak/Dubhe hoch zu Polaris.
Details im Nordstern-Leitfaden.
Sirius sichten

Hellster Stern (8,6 Lj, Doppelstern). Von Orions Gürtel links runter.
Cassiopeia erkennen

Ganzjährig, W/M-Form um Polaris. Von Plough aus erreichbar.
Andromeda-Galaxie sehen

2,5 Mio. Lj entfernt, unscharf sichtbar. Von Cassiopeias tiefer V-Form zu M31.
Mehr im Andromeda-Leitfaden.