Als erfahrene Sternbeobachter wissen wir: Nebel sind ausgedehnte Staub- und Gaswolken, die den Lebenszyklus von Sternen begleiten. Manche markieren das Ende eines Sterns, andere – wie der Orionnebel – sind Geburtsstätten neuer Sterne.
Mit einer Entfernung von nur 1.344 Lichtjahren ist der Orionnebel der nächste und eine der hellsten Nebel, die von der Erde aus sichtbar sind. Bei klarem, dunklem Himmel ist er von Mitte Januar bis Mitte März sogar mit unbewaffnetem Auge erkennbar.
Die Helligkeit himmlischer Objekte misst man auf der logarithmischen Magnitude-Skala: Je niedriger der Wert, desto heller das Objekt. Ein Stern der Magnitude 1 ist zehnmal heller als einer der Magnitude 2. Die Sonne leuchtet mit -26, der hellste Stern Sirius mit -1,46.

Der Orionnebel hat eine Magnitude von 4 und ist daher relativ schwach. Wählen Sie einen mondlosen Nachthimmel, z. B. Neumond, und lassen Sie Ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnen – idealerweise fernab von Lichtquellen.
Das Sternbild Orion ist eines der markantesten am Himmel und macht die Suche einfach. In der nördlichen Hemisphäre steigt es im Februar und März kurz nach Sonnenuntergang im Osten auf, wandert südwärts und versinkt frühmorgens im Westen. Auf der Südhalbkugel erscheint es nordwärts und kopfstehend.
Locate den Nebel: Schauen Sie unter die drei Gürtelsterne von Orion (oder darüber von der Südhalbkugel aus). Dort bilden schwache Sterne Orions Schwert – der Nebel sitzt in der Mitte als unscharfer, nebliger 'Stern'.
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