REM-Schlaf boostet die Kreativität
Im REM-Schlaf verdoppelt sich die Konzentration des Neurotransmitters Acetylcholin im Vergleich zum Wachzustand. Das fördert Umstrukturierungen neuronaler Verbindungen und erleichtert innovative Verknüpfungen von Ideen. Ikonen wie der Beatles-Klassiker Yesterday oder Mary Shelleys Frankenstein sollen aus solchen nächtlichen Inspirationen entstanden sein.
2.Träume durchziehen den gesamten Schlaf
Die Annahme, Träume kämen nur im REM-Schlaf vor, ist ein Mythos. Tatsächlich erleben wir Träume in allen Schlafphasen – sogar als Tagträume im Wachzustand. REM-Träume sind jedoch am häufigsten, lebhaftesten, emotionalsten und bizarrsten.
3.Schlafentzug wirkt antidepressiv
Schlafentzug erzeugt einen euphorischen Zustand und wird seit den 1970er Jahren therapeutisch gegen Depressionen eingesetzt. Leider kehrt die Stimmung oft nach dem Schlafen zurück. Die Methode erfordert höchste Vorsicht: Chronischer Entzug schadet dem Arbeitsgedächtnis und der Gesundheit.
4.Der Schlafbedarf variiert stark
Reaktionszeit-Tests offenbaren große individuelle Unterschiede. In einer Studie der University of Pennsylvania hielten acht Stunden Schlaf die Leistung für die meisten aufrecht. Etwa 5 % der Menschen, darunter Margaret Thatcher, kommen mit fünf Stunden oder weniger aus.
5.Nachtaktivität ist genetisch bedingt
„Früh ins Bett, früh auf“ passt nicht allen. Genetik lässt rund 40 % der Menschen als Nachtler optimaler fühlen – länger wach bleiben und später starten macht produktiver und glücklicher, statt um 6 Uhr gequält aufzustehen.