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Stanford-Forscher entdecken Skelettstammzellen zur Knochenregeneration

Ein bahnbrechender Fortschritt in der regenerativen Medizin: Forscher der Stanford University haben erstmals Skelettstammzellen aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) identifiziert und gezüchtet. Diese vielseitigen Zellen können sich in nahezu alle Zelltypen des Körpers entwickeln und öffnen Türen zu neuen Therapien gegen degenerative Knochenerkrankungen oder zum Anbau von Knochen für rekonstruktive Chirurgie nach Unfällen, wie das Stanford-Team berichtet.

Aufbauend auf einer Studie vor drei Jahren, in der Skelettstammzellen bei Mäusen entdeckt wurden, haben die Wissenschaftler ähnliche Zellen im menschlichen Knochenmark aufgespürt, die zu Knochen und Knorpel heranreifen. Sie entwickelten zudem eine Methode, um diese Stammzellen effizient aus iPS-Zellen zu erzeugen.

Nächster Schritt: Das Team untersucht die regenerativen Fähigkeiten bei verschiedenen Wirbeltierarten, um Therapien für ein breites Spektrum an Erkrankungen zu entwickeln – von altersbedingten Leiden wie Osteoporose und Arthrose über nicht heilende Skelettverletzungen bis hin zu Bluterkrankungen und Krebs.

„Durch den Vergleich molekularer und funktioneller Unterschiede in Stammzellen verschiedener Wirbeltiere können wir die Mechanismen des Gewebewachstums entschlüsseln und dieses Wissen auf die menschliche Gesundheit und Verjüngung anwenden“, erklärt Charles Chan von der Stanford University School of Medicine.