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Hundebesitz fördert Herzgesundheit: Studie zeigt 24 % geringeres Sterberisiko

Hunde sind nicht nur treue Gefährten, sondern könnten auch zu einem längeren, gesünderen Leben beitragen – das zeigt eine umfassende neue Studie.

Lange bekannt für ihre positiven Effekte auf das psychische Wohlbefinden, indem sie Angst mindern und Einsamkeit bekämpfen, wirken sich Hunde nun auch vorteilhaft auf die körperliche Gesundheit aus, wie Forschungsergebnisse belegen.

Forscher haben Daten von 3,8 Millionen Menschen aus mehreren Studien, darunter aus England, analysiert. Ergebnis: Hundebesitzer erzielen bessere kardiovaskuläre Outcomes, besonders allein lebende Herzinfarkt- oder Schlaganfallüberlebende.

Laut der American Heart Association haben Hundebesitzer ein 24 % geringeres Gesamtmortalitätsrisiko und nach einem Herzinfarkt eine 65 % niedrigere Sterbewahrscheinlichkeit im Vergleich zu Nicht-Hundebesitzern. Bei bestehenden Herzproblemen sinkt das Risiko um 31 %.

Diese Befunde untermauern eine Studie der Universität Uppsala (Schweden): Allein lebende Herzinfarktpatienten mit Hund hatten nach Krankenhausentlassung ein 33 % reduziertes Sterberisiko, Schlaganfallpatienten eines um 27 %.

"Diese hochwertigen Studien deuten stark darauf hin, dass Hundebesitz mit niedrigerer Herz- und Gesamtmortalität einhergeht", betont Glenn N. Levine von der American Heart Association. "Obwohl keine Kausalität bewiesen ist, sind die Daten robust."

Prof. Tove Fall vom Department of Medical Sciences der Universität Uppsala ergänzt: Hundebesitz motiviert zu Bewegung. "Die Ergebnisse sprechen für Vorteile bei Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten. Weitere Forschung ist nötig, um Kausalität zu klären und Empfehlungen abzugeben." Sie mahnt: "Hunde sollten tiergerecht nur von verantwortungsvollen Haltern angeschafft werden."

Die Studie erschien im renommierten Journal Circulation: Cardiovascular Quality and Outcomes.