Eine umfassende Studie des University College London (UCL) zeigt: Das Ersetzen herkömmlicher Zigaretten durch E-Zigaretten könnte jedes Jahr mehr als 50.000 Rauchern in England helfen, die Sucht endgültig zu überwinden.
Die Analyse basiert auf Daten der renommierten Smoking Toolkit Study – einer monatlichen Haushaltsbefragung von Personen ab 16 Jahren in England. Die Daten reichen bis 2006 zurück und umfassen pro Quartal etwa 1.200 kürzlich gerauchte Personen.
Das Forschungsteam beobachtete: Ab 2011 stieg mit der zunehmenden Nutzung von E-Zigaretten bei Entwöhnungsversuchen auch die Erfolgsquote. Um 2015, als der E-Zigaretten-Boom abebbte, verlangsamte sich auch der Anstieg der Quitter-Raten.
Nach statistischer Anpassung für Faktoren wie Saisonalität, Trends, Politikmaßnahmen, Tabakwerbekampagnen und Tabakpreise schätzen die Experten: Im Jahr 2017 hörten 50.700 bis 69.930 Raucher auf, die sonst weitergeraucht hätten.
„Diese Studie stützt sich auf Bevölkerungsumfragen und klinische Daten, die belegen, dass E-Zigaretten Rauchern effektiv beim Aufhören helfen. England hat ein ausgewogenes Regulierungsmodell gefunden“, erklärt Hauptautorin Dr. Emma Beard, Senior Research Associate am UCL.
„Strenge Marketingkontrollen sorgen dafür, dass E-Zigaretten bei Nichtrauchern selten angenommen werden, während Millionen Raucher sie nutzen, um zu stoppen oder zu reduzieren.“
Da E-Zigaretten nicht risikofrei sind, raten die UCL-Forscher Nichtrauchern dringend ab.