Es klingt so, als wären Sie Betroffener einer Trypophobie – einer irrationalen Abneigung gegen Ansammlungen von Löchern oder Unebenheiten. Typische Beispiele sind die Oberflächen von Lotussamenkapseln, frisch aufgeschäumtem Kaffee, Honigwaben oder eben Crumpets.
Dieser Zustand ist zwar noch nicht offiziell in der Psychiatrie klassifiziert, doch die Forschung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Besonders wegweisend war eine Studie von zwei Psychologen der University of Essex aus dem Jahr 2013, die Trypophobie beschrieb und nachwies, dass sie durch Bilder mit gruppierten Mustern ausgelöst wird.
Laut den Forschern empfinden Trypophobe bei solchen Ansammlungen von Löchern oft Schüttelfrost, Juckreiz, Hautkribbeln oder Übelkeit. Manche fühlen Panik, Schreidruck oder den Drang, die Löcher zu zerstören. Die Essex-Wissenschaftler vermuten einen evolutionären Ursprung: Gefährliche Tiere wie bestimmte Schlangen und Frösche weisen ähnliche gehäufte Muster auf ihrer Haut auf.
Andere Experten, etwa aus Japan, sehen Trypophobie als Überempfindlichkeit gegenüber Mustern, die Hautkrankheiten ähneln.
Heute gibt es lebendige Communities von Trypophoben auf Plattformen wie Facebook und Reddit. Schätzungsweise 15 % der Menschen sind betroffen – seien Sie bei triggernden Bildern vorsichtig.