- Neues tragbares COVID-19-Testkit testet bis zu 16 NHS-Mitarbeiter in nur 50 Minuten.
- Verfügbar in Krankenhäusern innerhalb weniger Wochen.
- Ärzte und Pflegekräfte können vulnerable Patienten sicher behandeln, ohne Infektionsrisiko.
Ein tragbares Testkit für das Coronavirus, das von der Probenentnahme bis zum Ergebnis nur 50 Minuten braucht, könnte bald für NHS-Mitarbeiter im Einsatz sein, erklärte Dr. Justin O’Grady, Forschungsgruppenleiter am Quadram Institute in Norwich.
Das Kit arbeitet mit Rachenabstrichen und ist ein molekularer Test zur Erkennung aktiver COVID-19-Infektionen. Es eignet sich für den Einsatz im Krankenhausvorraum, verarbeitet 16 Proben parallel und zeigt Ergebnisse auf einem Smartphone an.
Dr. O’Grady betonte: Das Testkit unterstützt selbstisolierendes medizinisches Personal, schnell zurück an die Arbeit zu kehren – ohne das Virus zu verbreiten. Als Mitarbeiter der University of East Anglia weißt er: „Bei herkömmlichen Tests dauern Ergebnisse 24 bis 48 Stunden, da Proben zentral analysiert werden. Die Wartezeit hängt von Logistik und Chargegröße ab – mindestens einen Tag. Unser Kit liefert Ergebnisse in 50 Minuten.“
Zusammen mit Mikrobiologe Jonathan Edgeworth vom Guy’s and St Thomas’s NHS Foundation Trust in London entwickelte Dr. O’Grady das Kit Anfang des Monats.
Eine Pilotstudie am St. Thomas’ Hospital startet hoffentlich Mitte nächster Woche. „Das Krankenhaus entscheidet rasch, ob es funktioniert“, sagte er. „Wir handeln schnell: In zwei Wochen könnte es in Kliniken laufen. Außergewöhnliche Zeiten erfordern beschleunigte Validierung unter Beachtung von Gesundheitsstandards.“
Angelernte Fachkräfte führen die Tests nah am Patienten durch, z. B. in Vorraumen neben der Intensivstation. „Die kompakte, kostengünstige Maschine verarbeitet 16 Proben gleichzeitig, Ergebnisse per Mobiltelefon.“
Das Kit schafft zusätzliche Testkapazitäten, entlastet Engpässe wie Notaufnahmen. „30 Intensiv-Mitarbeiter mögen Sie morgens in zwei Stunden testen und klare Ansagen geben: Arbeiten oder isolieren?“, erläutert Dr. O’Grady.
Ziel: Personal bei der Arbeit halten oder Risikoträger aussortieren, um vulnerable Patienten zu schützen. Schnelles Screening auch für entferntere Kliniken und potenziell Patienten.
Die Entwicklung läuft über bestehende Stipendien, ohne extra Finanzierung.