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Abwasser-Analyse: Früherkennung einer zweiten COVID-19-Welle durch Experten

Internationale Abwasserexperten entwickeln innovative Methoden, um mit Hilfe von Abwasser neue Infektionshotspots zu identifizieren und eine zweite Welle von COVID-19 frühzeitig zu erkennen.

Eine globale Expertengruppe, koordiniert von der Water Research Foundation und inklusive Ingenieuren der University of Sheffield, forscht zu Techniken, die das Infektionsniveau in Gemeinden präzise bestimmen – ohne individuelle Tests.

Standardisierte Verfahren sollen das Virus im Abwasser nachweisen und ein klares Bild der Ausbreitung des Coronavirus liefern, erklären die Wissenschaftler.

Die Initiative umfasst Best Practices für die Probenahme, Lagerung und Analyse von Abwasser mittels molekulargenetischer Tools, um den COVID-19-Gehalt zu messen.

Zusätzlich werden Ansätze erarbeitet, um Konzentrationsdaten zu interpretieren, Trends in Gemeinden zu prognostizieren und Ergebnisse transparent an die Öffentlichkeit zu kommunizieren.

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Professorin Vanessa Speight von der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwesen der University of Sheffield leitet die Erforschung zuverlässiger Interpretationsmethoden für Abwasser-Daten.

Ihre Arbeit könnte zu einer präziseren Kartierung der Virusausbreitung beitragen und das Aufkommen einer zweiten Pandemiewelle vorhersagen.

Sie betont: „Abwasser birgt enormes Potenzial, um das Vorkommen von COVID-19 in allen Gemeinden wertvoll zu beleuchten.“

Premierminister Boris Johnson erwähnte am Montag ein neues Warnsystem, das lokale Ausbrüche erkennt, wenn COVID-19 in regionalem Abwasser nachgewiesen wird.

Ein Sprecher des Premierministers: „Internationale Studien zeigen Potenzial, um Infektionsraten lokal zu tracken.“

Downing Street prüft, ob Abwasseruntersuchungen regionale Unterschiede in der Virusprävalenz offenbaren können.

Abwasser-Analyse: Früherkennung einer zweiten COVID-19-Welle durch Experten

Mehrere Länder testen bereits Abwasser auf Infektionen. Obwohl kein lebendes Virus oder Übertragung über Abwassersysteme nachgewiesen ist, fand eine niederländische Studie virales Material Wochen vor dem ersten Fall.

Ein Defra-Sprecher: „Wir kooperieren eng mit Forschern und Beratern, um Abwasserüberwachung als Tool zur Virusverfolgung zu evaluieren.“

Letzten Monat starteten Wissenschaftler der Newcastle University eine Kooperation mit spanischen Kollegen zur Abwasser-Monitoring in Nordostengland und Spanien, um COVID-19-Prävalenz abzuschätzen.