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Warum riecht Schweiß nach dem Training zwiebelartig? Die wissenschaftliche Erklärung

In Ihrer Haut sitzen zwei Arten von Schweißdrüsen. Apokrine Drüsen finden sich nur in empfindlichen Zonen wie Achseln und Leiste und produzieren bei emotionalen Reizen wie Angst oder Erregung eine ölige Flüssigkeit. Ekkrine Drüsen sind weitaus zahlreicher, verteilt über den gesamten Körper und verursachen den typischen Trainingsschweiß.

Ekkriner Schweiß kühlt den Körper durch Verdunstung, besteht zu über 99 Prozent aus Wasser und verlässt geruchlos die Poren. Doch Hautbakterien nähren sich von den wenigen Nährstoffen im Schweiß sowie abgestoßenen Hautschuppen.

Ein Stoffwechselprodukt dieser Bakterien sind schwefelhaltige Thioalkohole, die je nach individueller Bakterienflora stark zwiebelartig riechen können. Unser Geruchssinn ist extrem sensibel und erkennt sie in Konzentrationen von nur einem Teil pro Billion.

2018 identifizierten Forscher der University of York das verantwortliche Protein – ein Fortschritt für zukünftige Deodorants, die diese Produktion blocken. Bislang bleibt die Dusche die effektivste Lösung.