Experten der Heriot-Watt University in Edinburgh entwickeln ein revolutionäres Lasersystem, das Chirurgen hilft, Krebszellen mit höchster Präzision zu identifizieren und zu entfernen – ohne gesundes umliegendes Gewebe zu schädigen.
Professor Jonathan Shephard erhielt vom Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) 1,2 Millionen Pfund Förderung für dieses Projekt.
Das System nutzt ultraschnelle Pikosekundenlaser, die Energie in Impulsen von einer Billionstel Sekunde übertragen.
Das Team hat bereits im Labor bewiesen, dass es bei Darmkrebs funktioniert. Nun kooperieren sie mit Klinikern der University of Leeds und dem Leeds Teaching Hospital NHS Trust, um es für Hirntumore anzupassen.
„Früher konzentrierten wir uns auf Darmkrebs. Wir haben gezeigt, dass unser Lasersystem Krebszellen auf Haaresbreite präzise entfernt und Schäden an gesundem Gewebe minimiert“, erklärt Prof. Shephard.
„Die extrem kurzen Laserpulse verhindern Wärmeentwicklung, die bei konventionellen Instrumenten zu Gewebeschäden führt.“
„Wir erweitern unser Know-how aus der Dickdarmchirurgie auf Hirn-, Kopf- und Halskrebs, wo Präzision lebenswichtige Vorteile bietet.“
„Das oberste Gebot in der Krebschirurgie: Alle Krebszellen entfernen, um Rezidive zu vermeiden. Mikroskopische Schäden an gesundem Gewebe können die Lebensqualität massiv beeinträchtigen.“
In den nächsten drei Jahren entwickelt das Team ein flexibles Glasfaser-basiertes System, das Krebszellen zwei Größenordnungen präziser als aktuelle Technologien anvisiert und entfernt.