Katerangst, auch bekannt als „Hangxiety“, entsteht durch mehrere neurochemische Prozesse. Alkohol erhöht zunächst den GABA-Spiegel (Gamma-Aminobuttersäure), der die Aktivität von Nervenzellen hemmt und eine beruhigende Wirkung erzeugt.
Bei weiterem Konsum reduziert Alkohol den erregenden Neurotransmitter Glutamat, was Ängste vorübergehend lindert. Der Körper gleicht dieses Ungleichgewicht jedoch aus: Nach dem Trinken sinkt GABA stark ab, während Glutamat ansteigt – Resultat: Intensivierte Angstzustände.
Glutamat ist zudem essenziell für die Gedächtnisbildung. Das Grübeln über undeutliche Erinnerungen an den Vorabend verstärkt die Hangxiety oft zusätzlich.
Schlafstörungen tragen ebenfalls bei: Alkohol unterdrückt den REM-Schlaf, der für kognitive Funktionen unerlässlich ist, und mindert so die Schlafqualität – was Angst und Stimmungsschwankungen verschärft.
Nicht jeder erlebt Hangxiety gleich stark. Eine Studie in der Zeitschrift „Personality And Individual Differences“ zeigt: Schüchtere Personen leiden am nächsten Tag stärker als selbstbewusste.
Gegen Hangxiety helfen Hydration, Ruhe, Schmerzmittel und Atemübungen. Die beste Prävention? Alkohol meiden – die „Happy Hour“ kann am Morgen teuer zu stehen kommen!
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