Letztes Jahr produzierte ich für BBC Radio 4 die Podcast-Serie Just One Thing, die ein unerwarteter Erfolg wurde. Jede Woche beleuchte ich eine einfache Maßnahme, die Sie in den Alltag integrieren können und die überraschende Vorteile bietet. Dazu erschien ein Feature im BBC Science Focus, und die Serien 1 und 2 (20 Folgen) sind auf BBC Sounds verfügbar.
In meiner neuen Serie plädiere ich gleich zu Beginn für mehr Rote Bete – eines der wenigen Gemüse, das den Superfood-Anspruch wirklich verdient. Ihre rote Farbe stammt von Betalainen, starken Antioxidantien in der ganzen Pflanze. Doch die wahren Superpowers liefern die hohen Nitratwerte.
Beim Verzehr von nitratreichem Gemüse wie Roter Bete wandeln Mundbakterien Nitrat in Nitrit um. Der Körper convertiert dies zu Stickstoffmonoxid (NO), das die Durchblutung in Organen – einschließlich des Penis – verbessert.
Ausreichend NO ist essenziell für Erektion und Erhalt, was erklärt, warum Römer Rote-Bete-Saft als Aphrodisiakum nutzten. Klinische Viagra-Studien fehlen zwar, doch die Gefäßerweiterung bringt nachweisbare Effekte.
In meiner BBC-Two-Serie Trust Me, I’m A Doctor testeten wir das: Freiwillige mit hohem Blutdruck aßen täglich Rote Bete. Nach Wochen sank der systolische Druck um durchschnittlich 5 mmHg – langfristig ein 10%iges geringeres Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt.

Die Vorteile gehen darüber hinaus. Prof. Andy Jones von der University of Exeter forscht intensiv: Rote-Bete-Saft, besonders konzentriert, boostet die sportliche Leistung.
In einer Studie tranken Vereinsradfahrer Rote-Bete-Saft – mal normal, mal nitratfrei – vor 16-km-Zeitfahren. Mit Nitrat waren sie im Schnitt 45 Sekunden schneller – ein entscheidender Vorteil im Wettkampf. Merken Sie sich das!
Geschmack zu erdig? Mischen Sie Saft mit Apfel, Sellerie und Ingwer. Als Gemüse eignet sich Rote Bete für Risotto, Burger, Brot oder Schokoladenkuchen.
- Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 377 des BBC Science Focus Magazine.