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Zähne richtig putzen: Die optimale Routine von Zahnexpertin Dr. Kami Hoss

Die Mundhygiene ist essenziell für die Gesundheit unseres Körpers. Sie schützt vor Karies, Zahnfleischerkrankungen und pflegt das orale Mikrobiom – weit mehr als nur glänzende Zähne.

Jede Routine ist individuell: Manche putzen hastig mit der Handbürste, andere ergänzen mit Zahnseide und Mundspülung. Doch wie halten wir die Zähne optimal fit zwischen den Zahnarztbesuchen?

Wir sprachen mit Dr. Kami Hoss, Zahnärztin und Autorin von If Your Mouth Could Talk (£22,99, BenBella Books), im Instant Genius-Podcast. Sie erklärt, was wir falsch machen und wie es richtig geht.

Die richtige Reihenfolge zum Zähneputzen

Viele essen morgens Säurehaltiges wie Obst, Kaffee oder Saft und putzen direkt danach – oft gefolgt von Mundwasser und Zahnseide. Falsch, sagt Dr. Hoss.

Vor dem Frühstück:

  1. Basisches Mundwasser verwenden
  2. Zahnseide anwenden
  3. Zunge mit Schaber reinigen
  4. Zähne putzen

Ja, Putzen zuletzt! „Über Nacht bildet sich Plaque“, erklärt Hoss. Basisches Mundwasser löst Rückstände, sodass sie leichter entfernt werden.

„Zuerst die Zahnzwischenräume mit Seide säubern“, rät sie. Wählen Sie natürliche Varianten aus Seide oder Nylon, idealerweise mit Bienenwachs – vermeiden Sie erdölbasierte Wachse.

„Dann den Zungenschaber: Die Zunge ist eine Hauptquelle für Bakterien, Mundgeruch und Geschmacksstörungen.“

Zuletzt putzen mit leicht basischer Zahnpasta.

Welches Mundwasser ist ideal?

Antiseptische Spülungen töten nicht gezielt – sie dezimieren das gesamte Mikrobiom. „Stellen Sie sich den Mund als Garten vor: Gießen Sie Säure über alles oder zupfen Sie Unkraut punktgenau?“, fragt Hoss.

Basisches Mundwasser stellt den pH-Wert wieder her. Zu sauer fördert es schädliche Bakterien, die Karies verursachen.

Was löst Karies aus?

„Karies entsteht bei saurem pH-Wert“, sagt Hoss. Normal: neutral bei 7. Nach Essen sinkt er auf 5,5 durch Nahrung und Enzyme. Schadstoffe wie Zucker nähren saure Bakterien – ein Teufelskreis.

Bei pH 5,5 löst sich Hydroxylapatit aus dem Schmelz (Demineralisation). Reversibel: Speichel remineralisiert in 30–60 Minuten.

„Bei ausgewogener Ernährung balanciert sich das aus. Häufiger Konsum von Zucker, Verarbeitetem oder Säure kippt das Gleichgewicht – Lücken entstehen.“

Hören Sie den vollständigen Podcast unten: