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Über 11.000 Wissenschaftler rufen Klimanotstand aus: Alarmierende Warnung basierend auf 40 Jahren Daten

Über 11.000 Wissenschaftler weltweit haben den Klimanotstand ausgerufen und warnen vor „unsagbarem Leid“, falls nicht sofort gehandelt wird.

Diese Erklärung stützt sich auf die Analyse von mehr als 40 Jahren öffentlich zugänglicher Daten zu Energieverbrauch, Entwaldung und Kohlenstoffemissionen.

Forscher der University of Sydney (Australien), Oregon State University und Tufts University (USA) sowie der University of Cape Town (Südafrika) schließen sich 11.000 Unterzeichnern aus 153 Ländern an, darunter Großbritannien.

In einem Artikel der Fachzeitschrift Bioscience haben sie Indikatoren entwickelt, die menschliche Einflüsse auf das Klima offenlegen.

Das Papier hebt „zutiefst besorgniserregende“ Trends hervor: wachsende Weltbevölkerung, steigender Fleischkonsum pro Kopf, mehr Fluggäste, Verlust von Baumbewuchs, Kohlenstoffemissionen und fossiler Brennstoffverbrauch.

Trotz 40 Jahren globaler Klimaverhandlungen haben wir das Problem der Erderwärmung weitgehend ignoriert, betonen die Experten.

„Die Klimakrise ist da und beschleunigt sich schneller als erwartet“, heißt es.

Dennoch gibt es Hoffnung: Die Forscher nennen sechs Handlungsfelder für Regierungen, Unternehmen und Gesellschaft, um die schlimmsten Folgen abzumildern.

Diese umfassen:

  • Ersetzen fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien und saubere Quellen bei striktem Energiesparen;
  • Sofortige Reduktion kurzlebiger Schadstoffe wie Methan, Ruß und HFKW;
  • Schutz und Wiederaufforstung von Ökosystemen wie Wäldern, Grasland, Feuchtgebieten, Mooren, Mangroven und Seegras;
  • Umschalten auf pflanzliche Ernährung, Reduktion tierischer Produkte – für bessere Gesundheit, weniger Emissionen und mehr Raum für Natur; Bodenschutz und Abfallreduktion sind essenziell;
  • Eindämmung ressourcenintensiven Wachstums durch Fokus auf Ökosysteme, Wohlergehen, Grundbedürfnisse und Reduktion von Ungleichheiten statt BIP-Wachstum;
  • Stabilisierung und schrittweise Reduktion der Weltbevölkerung durch weltweite Familienplanung und Bildung, vor allem für Mädchen und Frauen.

Dr. Thomas Newsome von der University of Sydney erklärt: „Wissenschaftler haben die moralische Pflicht, vor großen Bedrohungen zu warnen. Die Daten zeigen klar: Wir stehen im Klimanotstand.“

Globale Oberflächentemperaturen bleiben zentraler Indikator, ergänzt um Bevölkerungswachstum, Fleischkonsum, Baumbedeckungsverlust, Energieverbrauch, Fossilsubventionen und wirtschaftliche Schäden durch Extremwetter.

Diese Metriken eignen sich ideal, um Fortschritte zu tracken – für Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

„Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Wir können handeln“, betont Newsome.