Neue Forschung widerlegt die These, dass vulkanische Aktivitäten die Dinosaurier ausgelöscht haben. Stattdessen war ein Asteroideneinschlag die entscheidende Ursache.
Vor 66 Millionen Jahren, am Ende der Kreidezeit, schlug ein Asteroid vor der Küste Mexikos ein und löschte fast alle Dinosaurierarten aus – bis auf die Vorfahren der Vögel. Dies gilt seit Langem als Hauptursache für das Massensterben.
Einige Wissenschaftler hatten jedoch massive Vulkanausbrüche über Zehntausende Jahre als primäre Verursacher vermutet.
Forscher des Imperial College London, der University of Bristol und des University College London haben nun bewiesen: Nur der Asteroideneinschlag schuf Bedingungen, die die Erde für Dinosaurier unbewohnbar machten.
Interessanterweise könnte der intensive Vulkanismus sogar die langfristige Erholung des Lebens nach dem Einschlag gefördert haben.
Leitender Autor Dr. Alessandro Chiarenza, der diese Studie während seines Promotionsstudiums am Imperial College erstellte, erklärt: „Wir zeigen, dass der Asteroideneinschlag einen jahrzehntelangen ‚Einschlagswinter‘ auslöste und die geeigneten Lebensräume für Dinosaurier dezimierte. Die vulkanischen Auswirkungen waren hingegen nicht stark genug, um globale Ökosysteme massiv zu stören. Unsere quantitative Analyse bestätigt erstmals: Der Einschlagswinter ist die einzige plausible Erklärung für das Aussterben, da er Dinosaurier-Lebensräume weltweit vernichtete.“
Der Einschlag setzte Partikel und Gase in die Atmosphäre frei, die die Sonne jahrelang blockierten und globale Winter verursachten.
Vulkanausbrüche erzeugen ähnliche Effekte. Um die Zeit des Massensterbens ereigneten sich bei den Deccan Traps im heutigen Indien Eruptionen über Zehntausende Jahre.
Um die klimaverändernde Wirkung zu vergleichen, nutzten die Forscher geologische Klimamarker, mathematische Modelle sowie Daten zu den Umweltfaktoren (wie Temperatur und Niederschlag), die Dinosaurierarten zum Überleben brauchten.
Sie kartierten verbleibende Lebensräume nach einem Asteroideneinschlag bzw. Vulkanismus und stellten fest: Nur der Asteroid zerstörte alle potenziellen Dinosaurier-Habitate.

Die Vulkane ließen Regionen am Äquator lebensfähig, wie die Studie in Proceedings of the National Academy of Sciences zeigt.
Co-Autor Dr. Philip Mannion vom University College London ergänzt: „Wir kombinieren Modellierungen mit geologischen und klimatischen Daten, um die verheerenden Effekte des Asteroideneinschlags zu demonstrieren – quasi einen ‚blauen Bildschirm des Todes‘ für Dinosaurier.“