Um einen Feststoff zu bilden, lagern sich Moleküle eng und geordnet aneinander. In Flüssigkeiten herrscht dagegen weniger Ordnung, sodass die Moleküle frei umeinander gleiten können. Fettmoleküle bestehen hauptsächlich aus langen, geraden Kohlenwasserstoffketten. Diese geradlinigen Strukturen ermöglichen eine kompakte Packung mit Nachbarmolekülen – denken Sie an ungekochte Spaghetti in einem Glas.
Öle haben typischerweise geknickte Ketten durch Doppelbindungen. Dadurch packen sie weniger geordnet und bleiben flüssig. Stellen Sie sich vor, wie problematisch es wäre, Spaghetti mit Knicken in der Mitte zu lagern. Per Definition nennt man Fettmoleküle, die Flüssigkeiten bilden, Öle – und solche, die Feststoffe bilden, Fette.