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Musikalische Anhedonie: Warum empfinden manche Menschen keine Freude an Musik?

Wir betrachten Musikgenuss oft als universell – Musik gibt es in allen Kulturen, und sogar Babys wippen gerne im Takt. Doch diese Sicht übersieht die 5 bis 10 Prozent der Menschen mit musikalischer Anhedonie, die wie Sie keine Freude an Musik verspüren. Sie sind damit keineswegs allein.

Betroffene genießen andere ästhetische Erlebnisse wie Lesen, Filme oder Kunst problemlos und verstehen Musik durchaus. Fehlende emotionale Reaktionen unterscheiden sie von Menschen mit Amusie, die Töne zwar kaum erkennen, aber dennoch emotional berührt werden können.

Die Erforschung musikalischer Anhedonie ist jung – der Begriff wurde 2011 geprägt. Studien zeigen eine schwächere Verbindung zwischen Hör-Rinde und Belohnungszentren im Gehirn, die auch für Genuss an Essen, Sex oder Geld zuständig sind.