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Warum faszinieren uns Kämpfe so sehr? Die evolutionäre Erklärung

Seit jeher messen sich Menschen in Wettkämpfen mit echtem Überlebenswert – vom Speerwerfen über Turniere bis hin zu Boxen und Wrestling. Aus evolutionärer Sicht ergibt das Sinn: Wer diese Fähigkeiten verfeinert, überlebt Konflikte in der realen Welt wahrscheinlicher. Das Zuschauen von Kampfsportarten wie Boxen oder Wrestling bietet denselben Nervenkitzel – ohne persönliches Risiko.

Nicht jeder teilt diese Begeisterung gleichermaßen. Eine Umfrage der Indiana University Bloomington unter Hunderten von Studenten ergab: Risikofreudige Persönlichkeiten mit Hang zu Angstgefühlen empfinden mehr Freude an gemischten Kampfkünsten (MMA) und schauen sie häufiger.

Es ist jedoch selten die pure Gewalt, die Fans anzieht. Bei einer Umfrage unter Besuchern eines Amateur-MMA-Events überwog das Drama als Hauptmotiv. Während Sportler in vielen Disziplinen nur ihren Stolz riskieren, setzen Kämpfer Körper und teils Leben aufs Spiel. Je höher der Einsatz, desto packender die Spannung für Zuschauer.