Honig bleibt in verschlossenen Behältern Tausende von Jahren haltbar – sogar in alten ägyptischen Gräbern wurde er entdeckt. Als Imkermeister mit über 20 Jahren Erfahrung weiß ich: Das Geheimnis liegt in der präzisen Honigproduktion der Bienen.
Sammelbienen transportieren zuckerreichen Nektar von Blüten in den Stock. Dort geben sie ihn an Arbeiterbienen weiter, die die Flüssigkeit mehrmals aufnehmen und wieder ausstoßen, um den Wassergehalt stark zu reduzieren. Ein Enzym im Bienenmagen spaltet dabei Glukose in Gluconsäure – die den Honig ansäuert (pH-Wert etwa 4) – und Wasserstoffperoxid.
In der Wabe fächern Bienen den Nektar mit ihren Flügeln, um die Verdunstung zu beschleunigen. Der niedrige Wassergehalt, die hohe Säure und das antibakterielle Wasserstoffperoxid verhindern das Wachstum Verderbniserreger. So bleibt Honig für Bienen im Winter frisch – und in unseren Gläsern noch viel länger.