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De-Extinction: Können wir ausgestorbene Arten mit DNA wie in Jurassic Park wiederbeleben?

Um eine ausgestorbene Tierart wiederzubeleben, benötigt man eine intakte DNA-Quelle als Bauplan. DNA überdauert gelegentlich in Fossilien – die älteste bisher extrahierte stammt aus einem 700.000 Jahre alten Pferdeknochen aus dem kanadischen Permafrost.

DNA zerfällt jedoch mit der Zeit. Experten gehen davon aus, dass Proben älter als eine Million Jahre kaum brauchbare DNA enthalten. Dinosaurier starben vor 65 Millionen Jahren aus – ohne DNA kein Comeback. Leider!

Bei neueren Arten gibt es Fortschritte: 2003 klonten Wissenschaftler die Ziegenart Bucardo, die kurz zuvor ausstarb. Aus DNA-reichen Zellen der letzten Kuh vor ihrem Tod entstand ein Klon-Embryo, der in eine Hausziege eingepflanzt wurde.

De-Extinction: Können wir ausgestorbene Arten mit DNA wie in Jurassic Park wiederbeleben?

Das Bucardo-Lamm kam per Kaiserschnitt zur Welt, verstarb aber kurz darauf an Lungenversagen. Es war damit das erste Tier, das ausgestorben und wiederbelebt wurde – und prompt erneut ausstarb.

Mehr Beispiele

Weitere De-Extinction-Projekte zielen auf den australischen Magenbrüterfrosch, die nordamerikanische Wandertaube und das Wollmammut ab. Sie kombinieren Klonen, CRISPR-Gen-Editierung und Stammzellen. Erste Erfolge sind jedoch fern – die Technik steckt noch in den Anfängen. Tröstend: Dinosaurier leben als Vögel weiter, ihre direkten Nachkommen sind allgegenwärtig.