Kunststoffe basieren auf Polymeren – langen Ketten aus sich wiederholenden Molekülen, den sogenannten Monomeren. Diese bestehen aus kürzeren Bausteinen wie Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Während der Produktion werden Zusatzstoffe wie Pigmente, Flammschutzmittel und Antioxidantien beigemischt, um Eigenschaften wie Farbe, Hitzebeständigkeit oder Langlebigkeit zu erreichen.
In herkömmlichen Recyclinganlagen werden Kunststoffabfälle zerkleinert, geschmolzen und neu geformt. Dieser Prozess schwächt das Material jedoch: Die Polymerketten zerbrechen, und Verunreinigungen sowie Zusatzstoffe lassen sich kaum vollständig trennen.
Recycelte Kunststoffe werden mit Frischware gemischt, um sie verwendbar zu machen. Dennoch eignen sie sich meist nur für zwei- bis dreimaliges Recycling, bevor die Qualität zu stark nachlässt. Glas und Aluminium hingegen bleiben im Recyclingprozess intakt und können unendlich oft wiederverwendet werden.
Forscher optimieren das Verfahren mit chemischen Methoden wie der Depolymerisation, die Abfälle in die ursprünglichen Monomere zurückführt. Eine Schlüsselherausforderung: Die Entwicklung umweltverträglicher Enzyme und Chemikalien zur Zersetzung der Polymere.
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Weitere Ansätze zielen auf innovative Polymere ab, bei denen Zusatzstoffe und Verunreinigungen leichter entfernt werden können. Langfristig könnten solche Fortschritte Kunststoffe – einschließlich bisher nicht recycelbarer Sorten – nahezu unbegrenzt wiederverwertbar machen.