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Wer hat die Seife erfunden? Die uralte Geschichte aus Mesopotamien

Die Herstellung von Seife reicht mindestens 5.000 Jahre zurück in die Region Sumer (heutiges Südirak) im bronzezeitlichen Mesopotamien. Sumerische Texte beschreiben präzise die Produktion aus Harz von Nadelbäumen wie Tannen.

Diese Techniken wurden von Babyloniern und Ägyptern perfektioniert: Sie entwickelten Seifen aus Pflanzenasche, Ölen und tierischen Fetten. Das Ergebnis zeigte die gleichen Eigenschaften wie moderne Seifen – Schaumbildung bei Kontakt mit Wasser und effektive Schmutzentfernung.

Ursprünglich fand Seife vor allem medizinische Anwendung. Ein sumerischer Text aus dem Jahr 2200 v. Chr. dokumentiert ihre Nutzung zur Behandlung von Hautkrankheiten. Antike Kulturen wussten intuitiv um ihre heilenden Vorteile.

Bei der Herstellung hatten sie ein revolutionäres Prinzip entdeckt: Seife besteht aus amphiphilen Molekülen mit kaulquappenartiger Struktur. In Wasser formen sie kugelförmige Mizellen, die Schmutz- und Öltröpfchen einschließen – hydrophobe Schwänze nach innen, hydrophile Köpfe nach außen. So werden sie leicht weggespült.

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