Gesunder Menschenverstand und eigene Erfahrungen bestätigen: Unsere Kleidung prägt unsere Einstellung zur Arbeit. Ein Koch schürzt die Schürze, eine Ärztin zieht den weißen Kittel an – so schlüpfen wir in die Rolle. Dieser Effekt, bekannt als "bekleidete Wahrnehmung", wird durch Studien untermauert. Forscher der Northwestern University in Illinois zeigten in einer bahnbrechenden Studie vor rund einem Jahrzehnt: Teilnehmer lösten Aufmerksamkeitsaufgaben präziser im Arztkittel.
Weitere Untersuchungen stützen dies. 2014 entdeckten US-Wissenschaftler: Probanden in schwarzem Anzug verhandelten effektiver und wiesen höhere Testosteronwerte auf als jene im Trainingsanzug.
Selbst wenn Kollegen Ihren Schlafanzug nicht sehen: Sie verpassen den psychologischen Boost des Anziehens. Pyjamas signalisieren dem Gehirn Schlaf und Trägheit.
Zur Produktivitätssteigerung im Homeoffice: Definieren Sie feste Arbeitszeiten (und teilen Sie Freunden/Familie mit, dass Sie nicht verfügbar sind). Wählen Sie idealerweise einen dedizierten Arbeitsraum – fernab von TV-Fernbedienung und Geschirrspüle.