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Strahlenzucht erklärt: Die bewährte Methode für widerstandsfähige Pflanzensorten

Sie haben vielleicht noch nie von Strahlenzucht gehört, aber wahrscheinlicherweise bereits Obst oder Gemüse daraus gegessen. Diese etablierte Technik setzt Pflanzensamen gezielt Strahlung aus, um Mutationen in der DNA zu erzeugen. Die meisten mutierten Pflanzen sind unbrauchbar, doch hin und wieder entstehen nützliche Eigenschaften wie Resistenz gegen Dürre, Krankheiten oder höhere Erträge.

Strahlenzucht wurde in den 1920er Jahren mit Röntgenstrahlen an Mais und Gerste erprobt. Heute erfolgt sie durch Elektronen-, Neutronen- oder Ionostrahlung oder durch Exposition gegenüber radioaktiven Quellen wie Kobalt-60.

Die Mutant Variety Database, eine renommierte Sammlung zu mutationsgezüchteten Sorten, listet über 3.000 verbesserte Varianten auf – darunter Grapefruit, Reis, Weizen und Gerste. In Vietnam basieren etwa die Hälfte der angebauten Sojabohnen auf solchen Mutanten.

Anders als bei der Gentechnik verändert Strahlenzucht nur die vorhandene DNA, ohne fremdes Material einzubringen. Die Pflanzen sind nicht radioaktiv, und da Milliarden Menschen sie ohne Probleme essen, gilt sie als sicher.

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Die Technik ist zudem kostengünstig und bietet Entwicklungsländern bei der Klimakrise eine Chance, dürreresistente Sorten zu züchten.