Wie sehr steigert ein Kind das persönliche Glück? Eine umfassende Studie der University of Texas in 22 Ländern gibt klare Antworten. Sie vergleicht das allgemeine Glücksempfinden von Erwachsenen mit und ohne Kinder – und offenbart erhebliche Unterschiede je nach Wohnort.
Statt nur nach der Zufriedenheit mit dem Elternsein zu fragen, bewerteten die Forscher das Gesamtglück. Ergebnis: Eine deutliche „Glückslücke“ zwischen Eltern und Nicht-Eltern, die landesspezifisch variiert. In Ländern wie Großbritannien sind Eltern im Schnitt mehr als 8 Prozent weniger glücklich, in den USA sogar 12 Prozent.
Dieses „Elternglücksdefizit“ gibt es jedoch nicht überall. In Nationen mit niedrigen Geburtenraten und familienfreundlichen Politiken – wie großzügigen Elternurlauben, Kinderbetreuungszuschüssen und Kindergeld – berichten Eltern von höherem Glück. Spitzenreiter: Portugal (+8 Prozent glücklicher als Nicht-Eltern), gefolgt von Ungarn (+4,6 Prozent) und Spanien (+3,1 Prozent).
Nicht-Eltern glücklicher als Eltern
Vereinigte Staaten

-12 Prozent
Irland

-9,5 Prozent
Griechenland

-8,3 Prozent
Großbritannien

-8 Prozent
Neuseeland

-7,8 Prozent
Eltern glücklicher als Nicht-Eltern
Portugal

+8 Prozent
Ungarn

+4,7 Prozent
Spanien

+3,1 Prozent
Norwegen

+2 Prozent
Schweden

+1,9 Prozent
Quelle: Parenthood and Happiness: Effects of Work-Family Reconciliation Policies in 22 OECD Countries (ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5222535/)