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Beton recyceln: Prozess, Vorteile und innovative Methoden

Beton lässt sich effektiv recyceln: Er wird zerkleinert, mit Sieben in feine und grobe Fraktionen sortiert, Stahl durch Magnete entfernt und unerwünschte Stoffe per Wasserflotation abgetrennt. Der recycelte Beton dient als stabiler Untergrund für Neubauten, Kies für Wege oder Einfahrten oder als Zuschlag für frischen Beton.

Bei starken Verunreinigungen ist der Prozess aufwendiger, doch es lohnt sich: Recycling spart Kiesabbau und Deponieräume. Pro Tonne Beton werden 6.182 Liter Wasser und 900 kg CO₂ eingespart.

Oft finden nur etwa 30 Prozent recycelter Materialien in neuem Beton Verwendung, um die Festigkeit zu erhalten. Neue Verfahren mit chemischen Zusätzen zerlegen Altbeton in Sand, Kies und Kalkstein, binden 60 kg CO₂ pro Tonne und ermöglichen hochwertigen Beton aus Recyclingmaterialien.

Forscher der Universität Tokio entwickeln einen revolutionären Ansatz: Inspiriert von der Versteinerung aquatischer Organismen extrahieren sie Kalzium aus weggeworfenem Beton und binden es mit CO₂ aus Industrieabgasen oder der Luft zu neuem „Kalziumkarbonatbeton“.