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Schimmel auf Lebensmitteln: Kann man betroffene Stellen einfach abschneiden?

Auf Lebensmitteln wachsen unterschiedliche Schimmelpilze – von Penicillium im Blauschimmelkäse bis Botrytis auf Erdbeeren. Diese Pilze produzieren teils giftige Stoffe, sogenannte Mykotoxine. Hunderte sind bekannt, doch rund ein Dutzend verursachen ernsthafte Gesundheitsprobleme wie Zittern, Muskelschwäche, Fieber und Erbrechen.

Aflatoxine aus Aspergillus-Schimmeln auf Getreide, Gewürzen und Baumnüssen zählen zu den gefährlichsten. Sie schädigen die DNA, fördern Krebs und können in hohen Dosen die Leber zerstören. Zum Glück werden Mykotoxine meist erst bei langfristiger Aufnahme problematisch.

Bei optimalen Wachstumsbedingungen fördern Schimmelpilze auch bäkterielles Wachstum, besonders in feuchten, weichen Produkten wie Pfirsichen. In porösen Lebensmitteln wie Brot breiten sie sich unsichtbar durch feine Wurzelnetze aus – hier ist Wegwerfen die sicherste Option.

Generell essen Sie nur bewusst verschimmelte Produkte wie Blauschimmelkäse. Ausnahmen erlauben sicheres Entfernen bei Hartkäse, harter Salami oder festem Obst und Gemüse wie Karotten und Kürbis.

Hartkäse mit niedrigem Feuchtigkeitsgehalt und dichter Struktur lässt Schimmel selten tief eindringen. Schneiden Sie bei Bedarf einen großzügigen Rand ab. Bei weichem Blauschimmelkäse mit fremdem Schimmel jedoch: Sofort entsorgen.