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Wordle meistern: So verbessern Sie Ihre Rategenauigkeit mit Informationstheorie

Es ist technisch möglich, bei Wordle zu schummeln – der JavaScript-Code mit der vollständigen Wortliste ist im Chrome-Browser über F12 einsehbar. Als erfahrener Spieler rate ich jedoch dringend davon ab. Stattdessen nutzen Sie Prinzipien der Informationstheorie, um Ihre Erfolgschancen fair und systematisch zu maximieren.

Um das zu verdeutlichen, schauen wir uns das klassische Spiel '20 Fragen' an: Sie haben bis zu 20 Ja/Nein-Fragen, um ein Objekt oder eine Person zu erraten. Jede Frage muss maximale Information liefern. Eine spezifische Frage wie 'Ist es ein russischer Autor des 19. Jahrhunderts?' hilft bei 'Ja' enorm, bei 'Nein' jedoch kaum.

Besser ist eine Frage wie 'Ist es weiblich?', die die Möglichkeiten etwa halbiert – unabhängig von der Antwort. Optimale Fragen teilen das Feld in gleich große Gruppen und maximieren so die Information pro Schritt.

Bei Wordle gelten ähnliche Regeln: Wörter mit häufigen Buchstaben wie E oder S liefern mehr Infos. Selbst wenn sie fehlen, ist es wertvoller zu wissen, dass kein E oder S vorkommt, als kein Q.

Der YouTube-Kanal 3Blue1Brown hat mit Python-Code alle gültigen Fünf-Buchstaben-Wörter analysiert und SALET als besten Starter identifiziert. Da es keine Lösung sein kann, eignet sich CRATE fast ebenso gut – mit der Chance auf einen Glückstreffer gleich beim ersten Mal.