Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und ein brennendes Gefühl verursacht. Bei häufigen Beschwerden wird oft eine gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) diagnostiziert. Die höchsten GERD-Raten finden sich in Europa und den USA, die niedrigsten in Asien.
Viele Betroffene halten scharfe Speisen für Auslöser von saurem Reflux, doch wissenschaftliche Belege sind nicht eindeutig. Capsaicin, der Schärfe-Stoff in Chilis, aktiviert TRPV1-Rezeptoren in der Speiseröhre und erzeugt ein Brennen.
Eine kleine mexikanische Studie zeigte, dass Capsaicin bei 28 von 31 GERD-Patienten und 6 von 17 Gesunden Sodbrennen oder Brustschmerzen auslöste. Eine US-Studie fand, dass Capsaicin kurz nach dem Essen zu starkem Sodbrennen führte. Thailändische Ärzte berichteten 2020, dass GERD-Patienten nach chilihaltigen Mahlzeiten stärker betroffen waren, Gesunde jedoch nicht.
Saurer Reflux und GERD haben vielfältige Ursachen, darunter Übergewicht. Fettreiche Speisen verweilen länger im Magen und erhöhen den Druck auf den Schließmuskel zur Speiseröhre.
Eine südkoreanische Studie identifizierte scharfe Eintöpfe, Nudeln und Frittierungen als häufige Auslöser. Zu schnelles Essen oder Weiteressen nach Sättigung verschlimmert die Symptome ebenfalls.
Interessant: Regelmäßiger Chili-Verzehr könnte helfen. Eine taiwanesische Studie ergab, dass Capsaicin anfangs Sodbrennen verstärkt, bei Dauerkonsum jedoch lindert – in hohen Dosen wirkt es schmerzlindernd. Manche berichten anekdotisch von Heilung durch Chili oder Cayennepfeffer.
Extra Chilis zu allem? Eine Überlegung wert.